Ich laufe. Mein rechter Fuß setzt mit der Ferse auf dem Boden auf. In einer schnellen Bewegung prallt der Mittelteil des Fußes auf, bevor er über den Ballen und die Zehen abrollt, während sich der hintere Teil des Fußes wieder abhebt. Für einen kurzen Moment schwebe ich in der Luft, während sich mein angewinkelter rechter Arm nach vorne und der linke nach hinten bewegt. Gleichzeitig beginnt sich mein linkes Bein nach vorne zu schieben.

Ich atme ein und spüre, wie sich meine Lungen bis in die Tiefe mit Luft füllen. Ich atme aus und nehme dabei nicht wahr, wie mein Körper in der Zwischenzeit einen Teil des Sauerstoffs als Reaktionspartner verwendet hat, um in den Muskeln die Energie zu erzeugen, die meine Arme und Beine in Bewegung halten.

Laut klatscht mein linker Fuß auf dem Boden auf. Ein sachverständiger Läufer nimmt das laute Geräusch als Zeichen für meinen schlechten Laufstil wahr, bei dem die Abrollbewegung viel zu kurz ist, was für ein kürzeres Abheben im Anschluß an die Abrollbewegung sorgt. Der Moment des Schwebens, bei dem ich durch die Abrollbewegung einen Kraftimpuls in die Blickrichtung aufnehme ist wegen der niedrigen erreichten Höhe relativ kurz, so daß die Länge eines Schritts kürzer ist als gewöhnlich, was eine höhere Anzahl an Schritten und Muskelanspannungen erfordert, so daß mein Energiebedarf relativ hoch ist, weshalb man von einem unökonomischen Laufstil sprechen kann.